| Arbeitskreis der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen |
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In der Presse erschienene Artikel zum Austauschwochenende 2. - 4. Okt. 2009:
Offenbach Post: 6.10.2009; Modellprojekt
für das ganze Land ...
Frankfurter Neue Presse: 17.10.2009; Bildungsaperitif
in der Jugendfarm ...
Dreieichzeitung: Farmen
schaffen Freiräume ...
Dreieichzeitung zur Gründung des Arbeitskreises: Dreieichhörnchen
in Vorreiter-Rolle ...
Redemanuskript von Willy Juch, 3.10.2009
Vorstellung des Arbeitskreises der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze
in Hessen (AJAH)
beim Austauschwochenende am 3.10.09
Wo gibt es einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche
- konkret handelnd selbstbestimmt spielen und lernen können
- das draußen in der Natur, durch praktisches Tun, mit allen Sinnen
- gemeinsam Pflanzen, Tiere, Handwerk und Kultur begreifen und erfahren
- jeden Tag freiwillig und spontan dorthin können, wohnortnah
- der originales Lernen in der Medienwelt ermöglicht, damit die jungen
Menschen ihr Leben nicht einseitig auf den Bildschirm fokussieren
Die Schule kann dies alles nicht sein.
Anfangs sind Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze als Freizeitprojekte
gestartet, heute werden es mehr und mehr Bildungsprojekte:
Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan fordert als Bildungs- und Erziehungsziel
starke kommunikationsfreudige, kreative, verantwortungsvoll handelnde, forschende
und entdeckungsfreudige Kinder.
Genau dies zu lernen ist auf den Plätzen der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze
möglich.
Diese Lernprozesse, die früher durch den nahen Bauernhof, die Großeltern
oder in der Großfamilie noch eher transportiert wurden, funktionieren
heute nicht mehr automatisch.
Hinzu kommen der zerschnittene Nachmittag durch Betreuung an Schulen bis 15.00
Uhr und länger, wegen der Berufstätigkeit beider Eltern, die Ganztagsschule
oder auch der lange Terminkalender vieler Kinder.
Konsequenz auf vielen Plätzen: Besuch von Kita- und Schulgruppen am Vormittag,
von Hort und Betreuungsgruppen oder AGs im Rahmen der Ganztagsschule am Nachmittag,
Ferienspiele mit Mittagessen.
So vernetzen sich die Erziehungsinstitutionen und entstehen Synergieeffekte.
Eine 1. Klasse pflanzt ihren Klassenbaum, Kitakinder suchen echte Eier,
eine Grundschulklasse setzt Kartoffeln, pflegt, erntet und verarbeitet sie,
um sie gemeinsam zu essen, eine 5. Klasse baut ihre ideale Hütte und eine
7. Klasse probiert mal aus, wie man Eisen bearbeitet, die Beispiele lassen sich
kreativ fortsetzen.
All dies ist nur möglich wenn sich viele neue Einrichtungen gründen, auch bei Neuplanung/Umbau von Schulen oder bei Landesgartenschauen, Hessentagen sollte im Sinne der Nachhaltigkeit ein dauerhaftes Projekt entstehen.
Aus 10 Jugendfarmen in Hessen, die meisten noch jung, Initiativen zur Neugründung
und unter Einbeziehung von Abenteuerspielplätzen in Frankfurt, die teilweise
schon seit Jahrzehnten erfolgreich arbeiten, gründete sich im März
der AJAH.
Wir vernetzen vorhandene Projekte, tauschen uns aus, geben Ideen als auch Erfahrungen
weiter und helfen, dass viele neue Projekte entstehen.
Helfen Sie uns dabei, egal, ob als Schule, Gemeinde, Kreis oder Land.
Ein Abenteuerspielplatz oder eine Jugendfarm gehört in jede Gemeinde oder
Stadtteil wie ein Schwimmbad !
Willy Juch (Mitglied des Vorstandes der Dreieichhörnchen)
Presseinformation
Hessisches Ministerium für
Arbeit, Familie und Gesundheit
Wiesbaden, 03.10.2009, Sperrfrist: 17.00 Uhr
Kinder- und Jugendfarmen in Hessen auf dem Vormarsch
Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: “Einrichtungen vermittelt
Naturverständnis und stillen Erlebnishunger, Neugier und Bewegungsdrang“
Dreieich-Sprendlingen. Die Idee der Kinder- und Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze
findet in Hessen eine immer stärkere Verbreitung. “Inzwischen gibt
es in Hessen fünf pädagogisch betreute Kinder- und Jugendfarmen und
fünf Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe“, teilte
Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für
Arbeit, Familie und Gesundheit mit.
Anlässlich einer Fach- und Fortbildungsveranstaltung des bundesweiten Dachverbands
für Jugendfarmen und Aktivspielplätzen (BdJA) an diesem Wochenende
auf der Jugendfarm Dreieichhörnchen in Sprendlingen, betonte die Staatssekretärin:
„Kinder- und Jugendfarmen sind ein vorbildliches Modell, um Kindern ein
gesundes und fundiertes Naturverständnis zu vermitteln. Hier stehen ihnen
Erfahrungs- und Gestaltungsmöglichkeiten offen, die heute vielfach verloren
gegangen sind und die dazu beitragen Erlebnishunger, Neugier, Bewegungsfreiheit
zu stillen. Hier können Kinder lernen, sich etwas zu trauen und sich selbst
etwas zuzutrauen“. Die Einrichtungen werden außerdem als außerschulischer
Lernort von Kindergärten sowie Schulklassen aller Alters- und Bildungsstufen
genutzt.
Pädagogisches Ziel der Kinder- und Jugendfarmen sowie der Abenteuerspielplätze
ist es, die Persönlichkeit und die soziale Entwicklung von Kindern und
Jugendlichen zu fördern und zu unterstützen. Dazu gehören Neugier,
Mut, Geschicklichkeit, Kreativität, Selbständigkeit und Eigeninitiative,
lösungsorientiertes Denken, Verantwortungsbewusstsein und Solidarität.
Kinder und Jugendliche sollen selbst aktiv tätig werden und ihre Freizeit
produktiv gestalten.
Pressemeldung
AJAH (Arbeitskreis der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen)
Willy Juch
Friedrichstr.32
63303 Dreieich
06103-9881764
w.juch@gmx.de
www.bdja.org/ajahessen
In Zusammenarbeit mit dem
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze BdJA
Haldenwies 14
70567 Stuttgart
www.bdja.org
Presseerklärung zur Austausch- und Fortbildungsveranstaltung
vom 2.-4. Oktober in Dreieich
Jugendfarmen und Abenteuer- bzw. Aktivspielplätze sind in Deutschland
im BdJA als Dachverband zusammengeschlossen. Der BdJA veranstaltet 2mal
im Jahr in Deutschland ein Austauschwochendende (ATW) auf einer ihrer Einrichtungen
als Fortbildungsveranstaltung. Da in Hessen in den letzten Jahren etliche neue
Kinder- und Jugendfarmen entstanden sind, fand in diesem Herbst das ATW auf
der Jugendfarm „Dreieichhörnchen“ www.dreieichhoernchen.de
in Dreieich statt.
Bei den Jugendfarmen kommen zu den traditionellen Bauspielplätzen und der
Kinderkultur (Theater, Kunst, Musik ...im Freien), der Abenteuerspielplätze
in Frankfurt noch die Bereiche Pflanzen (Zier- und Nutzgarten, Obstbaumwiese,
Weiden ...) und Tiere (Klein-, Nutz- und Reittiere) hinzu. Sie lassen sich am
ehesten als Mischung von Abenteuerspielplätzen und Kinderbauernhof beschreiben.
Zu diesem ATW kamen aus ganz Deutschland, von Bremen bis Freiburg, von Dresden
bis Saarbrücken ca. 115 TeilnehmerInnen, in der Mehrzahl Mitarbeiter der
170 Mitgliedseinrichtungen. Nach der Begrüßung und Einführung
am Freitagabend in der Jugendherberge Ffm. wurden am Samstag und Sonntag in
Dreieich Arbeitsgruppen zu folgenden Themen durchgeführt:
1. Teamcoaching, 2. Haus- und Nutztiere auf der Jugendfarm, 3. Der vergessene
Nutzen des Waldes, 4. Lernen in Bewegung, 5. Gärtnern mit Kindern,
6. Wenn Kinder anders sind, 7. Berufsbild Spielplatzpädagoge,
8. Konfliktbearbeitung, 9. Farmkindergarten
Am Samstag fand auch ein Bildungs-Aperitif statt, zu dem u. a. die Staats-sekretärin
Frau Petra Müller-Klepper aus dem Familienministerium des Landes Hessen,
die Bürgermeister der Städte Dreieich, Herr Dieter Zimmer und Neu-Isenburg,
Herr Oliver Quilling, sowie der Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach Carsten
Müller als auch VertreterInnen verschiedener Schulen erschienen. Zuerst
wurden die Gäste über das Gelände der Kinder- und Jugendfarm
Dreieichhörnchen geführt, bei dem sie sich ein praktisches Bild der
vielfältigen Möglichkeiten dieses tollen Geländes für Kinder
und Jugendliche machen konnten (Hüttenbau, Schmiede, Seilgarten, Baumhaus,
Gemüsegarten, Kleintierstall, Hühner, Schafe, Ponies, Lehmhaus, Lagerfeuer,
offene Werkstatt und Küche, um nur einiges zu nennen).
Bei einem Apfel - Prosecco im Zirkuszelt des Kinderzirkus „Wannabe“
auf der Pferdekoppel erklärte der Geschäftsführer des BdJA, Hans-Jörg
Lange, die Arbeitsweise des Dachverbandes. Nach der Begrüßung durch
die Dreieich-hörnchenvorsitzende Beate Flesch erläuterte das Vorstandsmitglied
Willy Juch den Wandel der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätzen von Freizeitprojekten
hin zu außerschulischen Bildungsorten gerade im Sinne des hessischen Bildungs-
und Erziehungsplanes. Er verwies auf die zahlreichen Besuche von Schulen und
Kitas am Vormittag, sowie die Kooperationen mit Betreuungs-einrichtungen im
Rahmen der Ganztagsschule (s. a. Anlage). Die Staats-sekretärin Frau Müller-Klepper
verwies in ihren Beitrag auf die vielfältigen Lernprozesse u. a. in ökologischen,
sozialen, handwerklichen Bereichen die eine solche Kinder- und Jugendfarm wohnortnah
bietet (s. Anlage). Anschließend stellten noch etliche Projekte aus der
ganzen Republik ihre Bildungs-Highlights vor.
Einig waren sich alle zum Schluss: Eine solche Einrichtung gehört in jede
Gemeinde wie ein Schwimmbad, als außerschulischer Lernort für möglichst
viele Kinder und Jugendliche. Hilfe beim Aufbau einer solchen Einrichtung leistet
neben dem Bundesverband der in diesem Jahr gegründete AJAH (Arbeitskreis
der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen, www.bdja.org/ajahessen).
Pressemeldung vom 28.3.2009:
Kontakt:
Wilfried Juch
w.juch@gmx.de
06103-9881764
Presseerklärung für Hessen
März 2009: Arbeitskreis der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze in Hessen gegründet
Einzeln arbeiten sie schon seit längerer Zeit, die Abenteuerspielplätze
in Frankfurt z.T. seit über 30Jahren und die Jugendfarmen seit 15 Jahren
in Hessen. Jetzt haben sie sich als Spiel- und Lernorte für Kinder- und
Jugendliche erstmals zu einem gemeinsamen Arbeitskreis zusammengeschlossen.
Sie arbeiten auch eng mit dem Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze
(www.bdja.org) zusammen, der als bundesweiter Dachverband agiert.
Während die Abenteuerspielplätze mit den Schwerpunkten Hüttenbau,
Handwerk und Spielplatz überwiegend in Frankfurt angesiedelt sind, haben
sich in Dreieich und Darmstadt 1993 zwei Kinder- und Jugendfarmen gegründet.
Sie stellen eine Mischung aus Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof dar. Neben
dem Bauen kommen noch der Tier- und Pflanzenbereich dazu. Dafür wird ein
mindestens 1ha großes Gelände benötigt. Die Idee stammt aus
Stuttgart, wo in fast jedem 2. Stadtteil eine solche Einrichtung arbeitet. Bundesweit
gibt es über 300 Projekte dieser Art, von denen mehr als die Hälfte
dem BdJA angeschlossen sind. Hessen war diesbezüglich eher ein Entwicklungsland,
doch dies ändert sich derzeit.
2004 entstand die Jugendfarm Offenbach, 2005 die Kinderfarm in Oestrich-Winkel
im Rheingau und 2008 eröffneten die Jugendfarmen JuKi Langen sowie „Biberbau“
in Wiesbaden. Sowohl in Rödermark als auch in Dietzenbach im Landkreis
Offenbach haben sich Vereine gegründet, Gelände gepachtet und hoffen,
dieses Jahr mit dem Betrieb starten zu können. Im Wetteraukreis arbeitet
bereits nach ähnlichem Konzept der „Erlebnishof Hungen“ und
in Friedberg strebt eine Initiative die Gründung einer solchen Farm an.
„So sehen wir es jetzt an der Zeit, dass wir zwecks Erfahrungsaustausch,
Vernetzung und Weiterverbreitung der Idee den „Arbeitskreis Jugendfarmen
und Abenteuerspielplätze in Hessen“ gründen“ erklärte
Willy Juch von der Kinder- und Jugendfarm „Dreieichhörnchen“.
Am 07.03.09 war es dann in Darmstadt soweit: Unter Beteiligung von 11 Einrichtungen
entstand der neue Arbeitskreis.
Ziel ist nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für 6 –
16 jährige als tägliches Angebot, sondern auch die Zusammenarbeit
mit Schulen als außerschulischer Lernort. Vormittags können praktisch
orientierte Unterrichteinheiten in Sachkunde, Biologie, Kunst oder Werken durchgeführt
werden. Nachmittags haben Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Ganztagsschule
Gelegenheit, in der Natur Projekte vom Baum-Pflanzen bis zum Bau der idealen
Hütte umzusetzen oder Betreuungseinrichtungen können mit ihren Kindern
ein tolles Spielgelände besuchen. Wichtig ist und bleibt aber vor allem
das freie kreative Spiel der Kinder im verantwortlichen Umgang untereinander,
mit den Tieren und der Natur nach dem Motto von Konfuzius: „Erkläre
es mir und ich werde es vergessen, zeige es mir und ich werde mich erinnern,
lass es mich selber tun und ich werde es verstehen.“
Der neu gegründete Arbeitskreis beabsichtigt auch mit dem Sozialministerium
Kontakt aufzunehmen, um die Idee in Hessen weiter zu verbreiten. Die ehemalige
Sozialminis-terin, Frau Lautenschläger, besuchte bereits die Jugendfarmen
in Dreieich sowie in Offenbach und zeigte sich von den beiden Projekten sehr
angetan. Die Naturschutzakademie Hessen bietet am 28.05.09 eine Exkursion zu
der Kinder- und Jugendfarm „Dreieichhörnchen“ an.